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Über die Person

Lorenz Maierhofer | PERSON → Biografische Notizen, Lorenz Maierhofers Leben & Werk, Downloads für Presse und Konzertprogramm

Lorenz Maierhofer

Die Person

Prof. Lorenz Maierhofer (geb. 1956) ist einer der führenden europäischen Komponisten mit Schwerpunkt Chormusik. Er ist Arrangeur, Herausgeber, Juror, Dozent, Dirigent und Musiker. Darüber hinaus arbeitet er als Gesamtkünstler – als Poet und Sprach-Performer sowie auch als Maler, Zeichner und im Bereich der künstlerischen Fotografie.

Lorenz Maierhofer lebt als freischaffender Künstler in Kirchberg an der Raab/Steiermark/Österreich.

 

Presse Downloads

Fotos für die Kulturpresse und für Gestalter von Konzertprogrammen als kostenfreie Download

 

Gedanken und Visionen in ORF-Interviews, 2025

Radio Interviews

Interviews mit Lorenz Maierhofer zum Nachhören - Ö1 Klassik-Treffpunkt mit Helmut Jasbar (20.9.2025) & Ö2 Gesprächsstoff mit Gernot Rath (26.10.2025)

 

DER KOMPONIST, ARRANGEUR, HERAUSGEBER

Seine im ganzen deutschsprachigen Raum und darüber hinaus zu Standards gewordenen Lieder- & Songbücher sowie die zahlreichen Chor-Publikationen sind charakterisiert von seiner dem Menschen zugewandten Singvision – modern und zeitlos zugleich. Mehrere hundert bei HELBLING erschienene Publikationen, rund 100 Tonträger sowie internationale Aufführungen dokumentieren das umfangreiche kreative Schaffen. Die Gesamtauflage seiner bei Helbling erschienenen Publikationen umfasst mehrere Millionen Exemplare.

Nach Studien in Graz (Englisch und Musik) arbeitete Lorenz Maierhofer als Sprach- und Musikpädagoge, er war auch international tätig als Dozent für Musikdidaktik und Chorpädagogik. Er musizierte als Geiger in Orchestern, als Trompeter in Jazz-Ensembles, im Blasorchester und in Kammermusik-Gruppen. In der legendären "Volksmusikgruppe Strunz" spielte er Violine, auch Steirische Harmonika, Hackbrett, Gitarre und gelegentlich auch Kontrabass. Als Dirigent und Moderator leitete er Fersehsendungen wie "WIR - SING MIT" (1988), er gestaltete zahlreiche Radiosendungen und war Aufnahmeleiter beim Österreichischen Rundfunk.

2002 beendete Lorenz Maierhofer alle seine Tätigkeiten als Pädagoge und Chorleiter, um sich fortan ausschließlich dem künstlerisch kreativen Schaffen zu widmen. Zahlreiche internationale Projekte wurden realisiert – herausragende kompositorische Werke und Publikationen entstanden. Auftritte und Feldforschungen führten ihn in viele Länder, dabei wurde die Ethno- und Weltmusik zu seinem tiefgründigen Interessensfeld.

Als Verfechter einer Musik „für Menschen“ – anspruchsvoll und zugleich gut realisierbar – schlägt Lorenz Maierhofer mit seinem Werk seit Jahrzehnten zeitgemäße Brücken, “im Takt seiner Zeit”. Kompositorisch zeichnet sich sein Schaffen durch eine große stilistische und inhaltliche Vielfalt aus. Sein OEuvre reicht von der zeitgenössischen Chorkomposition bis zu Instrumentalstücken, von Messkompositionen bis zu oratorischen Werken, vom Kinderlied bis zum neuen Volkslied, von Ethno- und Weltmusik bis zu Gospel, Jazz, Pop und Chanson.

Persönlichkeiten aus der Musik- und Chorszene >> über Lorenz Maierhofer - anlässlich seines 60. Geburtstages)

Übersicht zu Lorenz Maierhofers Publikationen >> im Verlag HELBLING

Darüber hinaus hat Lorenz Maierhofer auch publiziert im “VERLAG DOBLINGER - Wien-München”, “FIDULA-Verlag Boppard”, “CAMBRIDGE UNIVERSITY PRESS” u.a.

DER POET UND SPRACHKÜNSTLER

Lorenz Maierhofers Texte bewegen sich inhaltlich und sprachlich dicht, tiefgründig und mit feinsinnigem Humor nahe am Menschen und an der Zeit. Sein literarisches Schreiben – von ihm oft als Sprachmusik bezeichnet – ist charakterisiert von Rhythmus und Klang. Seine lyrischen Texte sind metaphernreich, rhetorisch strukturiert, abstrahierend und mitunter auch gereimt, auch seine Prosatexte zeichenen sich durch einer besonderen Rhythmik und Melodik gekennzeichnet.  Bei Lesungen setzt Lorenz Maierhofer seine Texte oft auch als  Sprachperformance um – er improvisiert dabei auch mit seiner Violine, Stimme und anderen Instrumenten sowie mit den Stimmen des Publikums.

Das Textrepertoire reicht von Gedichten und Balladen bis zu Aphorismen und Haikus, von prosaischen und experimentellen Texten bis zu Dramoletten und Hörstücken. 2019 war sein Kurzhörspiel „endzeittheater“ und 2021 sein Kurzhörpiel “offbeat emanzipation” unter den Top-Nominierten sowohl beim „ORF-Ö1 Hörspielpreis” wie auch beim „Berliner Hörspielfestival“.

Einen besonderen literarischen Schwerpunkt bildet 2021 sein Zyklus "HIN.SEHN" – Menschenbilder in sozial-ästhetischer Poetry. Ob als Lesetexte, als von ihm klanglich inszenierte Hörstücke, als szenische Bühnen-Performances, oder als Kunstfilme, die Themen und Figuren in seiner sozial-ästhetischen Langgedichte fordern zu einer besonderen zeitkritischen Reflexion heraus: z.B. “DIE FREMDE”, “DIE SCHÖNE”, “DER GROSSE”, “DIE GEWINNERIN”.

2024/25 schrieb Lorenz Maierhofer den ersten Band seiner beiden autobiografischen Romane. Sie setzen eine literarische Klammer um sein künstlerisches Lebenswerk, sie dokumentieren auch die dahinterliegenden Wurzeln, Lebensphilosophien und Visionen.

“DER WILDBACHER - 3/8 Lebensroman zwischen Schilcherwein und nacktem Wasser” erschien im September 2025 im Verlag Helbling. Das Buch über seine Jugendjahre im archaischen Tal seiner Herkunft ist ein berührender Zeitenspiegel der Nachkriegszeit sowie eine Liebeserklärung an die Menschlichkeit. Im Februar 2026 ging das Buch “DER WILDBACHER” bereits in die 2. Auflage.

2026/27 schreibt Lorenz Maierhofer am zweiten Band: “IM TAKT MEINER ZEIT - 5/8 Künstlerroman zwischen Werden und Sein”

 

Literarische Bücher Erschienen im Verlag HELBLING

 
 

DER ZEICHNER, MALER, FOTOGRAF, MEDIENKÜNSTLER

Seit Jahrzehnten ist Lorenz Maierhofer auch dem Bildnerischen zugeneigt, er zeigt seine Arbeiten aber erst seit wenigen Jahren öffentlich, da er lange Jahre nur als Komponist wahrgenommen werden wollte. Anknüpfend an seine bildnerisch aktiven Jugendjahre (u.a. Schüler des Malers und Medienkünstlers Wolfgang Temel) gibt Lorenz Maierhofer auch dem Zeichnen und Malen mehr und mehr künstlerischen Freiraum.

Lorenz Maierhofer - Zeichner, Maler, Fotograf und Medienkünstler

Die bildende Kunst bildet im Werk von Prof. Lorenz Maierhofer eine dritte Ausdrucksebene. Immer wieder verbinden sich die drei Bereiche Musik, Text und Bild in kongenialer Weise. Inhaltlich thematisieren die Malereien und Zeichnungen Aspekte des Menschen und der Zeit, sie sind narrativ bis abstrakt und poetisch bis karikatürlich. Viele der Arbeiter zeigen vielschichtige Bilder in Bildern, sie sind humanpolitische Statements, gesellschaftskritische Aufschreie und kulturelle Nachdenkmale.  

In seinem eigenständigen und charakteristischen Gestaltungsstil realisiert Lorenz Maierhofer poetische Bildräume, die auf unterschiedlichen Untergründen und Materialien sprechen, flüstern, klagen, schreien und schweigen. Als zeitgenössischer Künstler arbeitet er vor allem mit Tools und Materialien des 21. Jahrhunderts, so auch mit dem IPad. Seine “DIGITAL HAND ART”, ist inspiriert von Künstlern wie David Hockney. Die Werke seiner “guten neuen Handarbeit” können in digitalen Präsentationsformen ebenso überraschen wie in hochwertigen Kunstdrucken und großen Projektionen.

Viele der Zeichnungen und Malereien fordern als “NARRATIVE FÜR SEHENDE” zu Dialogen und inhaltlicher Reflexionen heraus. Die Artworks können in Ausstellungen, in großdimensionalen Projektionen bzw. Installationen, in Kunstbänden, zu Texten in Lyrikbänden und auch in Kunstfilmen ihre Bildwirkung entfalten. Immer wieder überzeugen seine gesamtkünstlerische Evokationen.

2024 schrieb Esther Wendt an der Kunstuniversität Graz im Bereich Kunstgeschichte eine Masterarbeit über Lorenz Maierhofer Werk unter dem Titel “ART IS FREE”.

 

LAUDATIO von Dr. Michael Aschauer

zu Lorenz Maierhofers 60. Geburtstag (aus der "PERSONALE 6.0")

Dr. Aschauer ist Musikwissenschaftler, Komponist und Chefredakteur im Verlag HELBLING

LORENZ MAIERHOFER wurde am 29. September 1956 als zweites von 9 Kindern in Feldbaum (Weststeiermark, am Fuß der Koralpe, wo Schilcher und Kernöl gedeihen) geboren. Er begann seine Schulausbildung in Wildbach, setzte sie in Deutschlandsberg fort und beendete sie in Graz mit dem Lehramtsstudium für Englisch und Musik. Er erlernte das Spiel auf mehreren Instrumenten wie Violine, Trompete, Blockflöten, Steirische Harmonika, Hackbrett, Gitarre u. a. Er musizierte in zahlreichen Ensembles - vom Streichorchester, Streichquartett, von der Blasmusik bis zur Bigband, vom Jazz-Ensembles bis zur Folk- und Volksmusikgruppe, er sang auch in mehreren Chören und Vokalensembles.

Früh zeigte sich sein kompositorisches Talent - er komponierte und arrangierte für unterschiedlichste Besetzungen, für regionale und überregionale Gruppen, Chöre und Instrumentalensembles. Studien der Komposition und des Arrangements vertieften sein Schaffen ebenso wie die Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles, ob für Live-Aufführungen, Wettbewerbe, oder für Rundfunk- und Fernseh-Produktionen. Auszeichnungen folgten - wie der "Kunstpreis der Stadt Hartberg" für seine "Neuen Steirerlieder", der "Josef Krainer-Preis", das "Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark", der deutsche VDS-Medienpreis für das innovative Liederbuch SIM SALA SING, oder die Verleihung des Berufstitels "Professor". Nach dem Gewinn bei einer Ö1- Kompositionsausschreibung im Bereich Jazz (1986) komponierte er für  die legendäre Jazzband "vienna art orchestra" (Ltg. Matthias Rüegg) den Titel "swinging relations". 1986 und 1988 leitete er große musikalische ORF-Fernsehaktionen in Live-Sendungen: "Wir – SING MIT" und "Wir - MACHEN HAUSMUSIK", er gestaltete in Folge zahlreiche Rundfunksendungen und arbeitete häufig als ORF-Aufnahmeleiter.

In den Jahren seiner Lehrtätigkeit (1977–2002) unterrichtete er sowohl in Kirchberg an der Raab an der von ihm aufgebauten "Musikhauptschule", als auch am Musikgymnasium Graz und an der Pädagogischen Hochschule Graz-Eggenberg. Er leitete mehrere Chöre und spielte als Musiker in unterschiedlichen Ensembles im ganzen deutschsprachigen Raum sowie auf zahlreichen musikalischen Reisen in Ländern der Welt. Dabei wuchs sein besonderes Interesse für Ethno-Kulturen hier und anderswo.

Seit den frühen Achtzigerjahren widmete er sich auch immer wieder der volksmusikalischen Feldforschung - die zeitgemäße Weiterentwicklung der Volksmusik nahe am Menschen der Zeit wurde ihm ein kompositorisches Anliegen. Als Komponist zählt Lorenz Maierhofer gemeinsam mit Prof. Franz Koringer und Prof. Kurt Muthspiel zu den drei Gründungsvätern des „Neuen Steirerliedes“; zahlreiche seiner Chorlieder fanden volksliedhafte Verbreitung. Seine modernen Chorjodler (Vokalisen als kompsoitorische Klangfarben wie z.B auch beim Yoik in Skandinavien) wurden gewissermaßen zu einem neuen Genre der Chormusik.Schon seit den späten 1970-er Jahren war Lorenz Maierhofer ein gefragter Referent in der Lehrerfortbildung und bei Chortagen. Mit seinem Charme, der persönlichen Strahlkraft und der hohen Kompetenz wurde Lorenz Maierhofer auch zu einem singbegeisternden Leiter von großen „Offene Singen“, ob bei feierlichen Anlässen, Kongressen, oder im Rahmen der Chor-Olympiade.

In den 1980er-Jahren begann seine Publikations-Tätigkeit in Zusammenarbeit mit Verlagen. Nach ersten Veröffentlichungen bei Doblinger/Wien und Fidula/Boppard kam es 1989 zur Begegnung mit Markus Spielmann, dem Verlagsleiter des Helbling-Verlags. Damit begann eine außerordentlich fruchtbare Zusammenarbeit über Jahrzehnte. Erste wegweisende Werke wurden mit den Schulliederbüchern "Sing & Swing" und "SIM•SALA•SING" geschaffen, es folgten Chorbücher wie "Sing & Swing – Das Chorbuch" und "4 voices - für gemischte Stimmen", sowie eine Vielzahl von weiteren Publikationen und Tonträgern. 

2002 beendete Lorenz Maierhofer seine pädagogischen Tätigkeiten, um sich ganz dem Künstlerischen zu widmen - als Komponist, Arrangeur, Texter und Autor. Mit der Möglichkeit vertiefter Hinwendung folgten zahlreiche große Kompositionsprojekte und Publikationen sowie auch eine verstärkte kreative Zuwendung Richtung Lyrik und experimenteller Text. 2016 erschienen erstmals Texte aus seinem umfangreichen literarischen Schaffen im Lyrikband bzw. auf der Hörbuch-CD  "wohin & wie weit"".

Ob als Komponist, Arrangeur, Musiker, Chorleiter, Texter, Poet, Maler, Zeichner und Medienkünstler, zahlreiche Veröffentlichungen, Tonträger, und internationale Aufführungen dokumentieren das vielfältige künstlerische Schaffen.